Das natürliche Verbreitungsgebiet der Dach-Moschusschildkröte

Das Vorkommensgebiet von Sternotherus carinatus, der Dach-Moschusschildkröte, umfasst hauptsächlich die südöstlichen Vereinigten Staaten. So ist diese Art in Oklohoma, Arkansas und entlang des Mississippi bis in den südlichen Golf von Mexiko beheimatet. Eine Population in Alabama ist ebenfalls bekannt.
Beschreibung
Die Dachmoschusschildkröte hat einen relative hochgewölbten Panzer, welcher an ein Spitzdach erinnert. Dies brachte ihr auch den deutschen Trivialnamen ein. Der Panzer ist bräunlich, wobei der Panzer mit dunklen Markierungen überzogen ist. Der graue Kopf ist ebenfalls mit Punkten überzogen. Männchen und Weibchen werden ungefähr gleich groß, wobei durchaus eine Größe von 15 bis 20 cm erreicht werden kann.
Unterarten der Dach- Moschusschildkröte
Die Art Sternotherus carinatus wird als monotypisch betrachtet, was bedeutet, dass sie keine bekannten Unterarten hat. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die systematische Klassifikation von Arten und Unterarten einem ständigen Überprüfungs- und Aktualisierungsprozess unterliegt. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse, genetische Analysen und Untersuchungen könnten in Zukunft zu einer Neubewertung der taxonomischen Kategorisierung von Sternotherus carinatus führen. Daher ist es möglich, dass sich zukünftig neue Informationen oder Studien ergeben, die eine Überarbeitung der Unterarten innerhalb dieser Art erforderlich machen.
Verhalten der Dachmoschusschildkröte
Verhalten:
Meine Tiere leben einzeln in Becken mit Sandgrund, welcher den ganzen Tag auf der Suche nach fressbarem abgesucht wird. Ein Sonnenplatz wird zur Verfügung gestellt, jedoch nur unregelmäßig genutzt. Die Tiere mögen es während des Sonnenbads im Wasser zu sitzen bzw. „versteckt“ zu sonnen. Ein passiver Sonnenplatz, welcher indirekt beleuchtet wird, sollte angeboten werden. Aufgrund der innerartlich vorkommenden Aggressivität empfehle ich eine Getrennthaltung der Geschlechter. Eine Vergesellschaftung von mehreren Weibchen ist möglich, muss aber nicht zwangsläufig klappen.
Lebensraum der Dach-Moschusschildkröte
Die Dachmoschusschildkröte (Sternotherus carinatus) ist ein typischer Flussbewohner und stammt ursprünglich aus dem Südosten der USA. Sie bewohnt bevorzugt langsam fließende Flüsse, Bäche und sumpfige Gewässer mit weichem Boden und dichter Ufervegetation. Besonders wichtig für ihr Wohlbefinden sind zahlreiche Versteckmöglichkeiten wie versunkene Äste, Wurzeln oder Unterwasserpflanzen. Diese bieten Schutz vor Fressfeinden und Rückzugsorte zum Ausruhen. Auch sonnenexponierte Plätze am Ufer oder auf im Wasser treibenden Baumstämmen sind entscheidend, da die Schildkröte gerne und regelmäßig sonnt, um ihre Körpertemperatur zu regulieren. Die Wasserqualität spielt ebenfalls eine große Rolle: sauberes, sauerstoffreiches Wasser fördert die Gesundheit der Tiere.
Ernährung der Dach-Moschusschildkröte
Sternotherus carinatus, die Dach-Moschusschildkröte ist eine allesfressende, sich omnivor ernährende Schildkrötenart. Ihre Ernährung besteht aus einer Vielzahl von pflanzlichen und tierischen Nahrungsmitteln, wobei der tierische Anteil deutlich überwiegt.
Dach-Moschusschildkröten ernähren sich von verschiedenen wirbellosen Tieren wie Insekten, Larven, Würmern, Schnecken und Krebstieren, wobei Muscheln und Krebstiere die Hauptnahrung ausmachen. Dies erklärt auch die Ausbildung von massiven Kiefern bei adulten Exemplaren. Durch die Kieferbeschaffenheit sind sie erst in der Lage diese erfolgreich zu knacken. Übrigens- wenn man Tiere mit großen Köpfen pflegen möchte, so kann man dies mit der Gabe von Muscheln, wie beispielsweise der Dreiecksmuschel oder Gehäuseschnecken erreichen. Durch die Ernährung mit diesem Futter werden die Kiefermuskeln ausgebaut und die Köpfe wirken voluminöser.
Zucht der Dach-Moschusschildkröte
Die Zucht der Dach- Moschusschildkröte ist einfach, wenn man sich an ihren Bedürfnissen orientiert. Weibchen werden mit einer Carapaxlänge von 8,5cm-9,5cm geschlechtsreif. Diese Größe wird unter natürlichen Aufzuchtbedingungen in 4-8 Jahren erreicht. Männchen hingehen werden mit etwa 10-12cm und 5-6 Jahren geschlechtsreif. Anzumerken ist, dass Männchen dieser Art großer werden als Weibchen. Bei allen anderen Moschusschildkröten haben wir festgestellt, dass dort die Weibchen im Durchschnitt größer sind.
Um dauerhaften Paarungsstress zu unterbinden haben wir uns angewöhnt, die Zuchttiere lediglich im zeitigen Frühjahr und im Herbst zusammenzusetzen. Nach erfolgreicher Paarung werden die Geschlechter wieder getrennt. Männchen sind nämlich daran interessiert, sich dauerhaft zu verpaaren, wärend belegte Weibchen dies nicht sind. Weitere Paarungsversuche bedeuten für diese dann dauerhaft Stress.
Weibchen in unserer Haltung haben bis zu 3 Gelege abgesetzt. Diese hatten im Schnitt 4 Eier, wobei in der uns vorliegenden Literatur auch Gelege bis 7 Eier beschrieben werden. In feuchtem Vermiculite dauert die Zeitigung der Eier bei 28°C. durchaus 120 Tage, was sehr lang ist. Also nicht erschrecken, dass ewig kein Jungtier schlüpft. Gut Ding will in dem Fall Weile haben.
Aufzucht junger Dachmoschusschildkröten
Jungtiere sollten direkt nach dem Schlupf in ein Aufzuchtbecken überführt werden. Ganz zu Anfang werden die kleinen Schildkröten mit lebenden Mückenlarven aus eigener Zucht, später auch mit Frostfutter und Gammarus gefüttert. Zudem werden sie recht schnell an Sticks gewöhnt, sodass sie bei Abgabe an den neuen Halter auch wirklich alle Futtersorten kennen und problemlos in der Haltung sind.
Mit Wärme (mindestens 26°C.) und abwechslungsreicher Kost wachsen die Jungtiere zügig an. Einzelhaltung wird empfohlen. Gerade bei männlich inkubierten Jungtieren ist uns aufgefallen, dass immer wieder einzelne Tiere nicht mehr ins Wasser gegangen sind. Diese wurden daraufhin einzeln gesetzt, was zu einer Verhaltensänderung führte. Wir schließen aus dem an Land sitzen, dass die Tiere im Wasser durch die Anwesenheit von Artgenossen gestört wurden.
Interessanterweise ist das bei weiblich inkubierten nicht passiert.
Interessantes:
In freier Natur sind die gefährlichsten Feinde der Dachmoschusschildkröte Geierschildkröten, große Welse und Flussotter, die sich an den Tieren zu schaffen machen. Das größte Problem für die Tiere ist jedoch der Mensch. Aufgrund der zunehmenden Gewässerverschmutzung werden die Wassertiere, von denen sich die Schildkröten ernähren vernichtet.












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